Goldener Oktober 2017

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EuropaRad war in den letzten Wochen öfters unterwegs.

Da war zum einen die Odenwald-Bauernmarkttour am 10.09.2017  - unter Leitung von Jürgen Enke starteten die EuropaRadler vom Europaplatz Roßdorf über Zeilhard zur NaBu Scheune am Reinheimer Teich, dort gab es eine Ausstellung über das Leben im Schilf. Der überregional bekannte Vogelkundler Günther Weick konnte hier einige interessante Ausführungen vortragen. Auf bekannten Wegen fuhren wir im Gersprenztal weiter über Wersche nach Brensbach zu einer empfehlenswerten Pizzeria, wo um 11:45 Uhr zeitgleich auch weitere EuropaRad-Freunde eintrafen. Bei Sonne pur ging es zur Steigung des Tages nach Ober-Klingen und am Otzberg vorbei über Lengfeld nach Groß-Umstadt auf den Bauernmarkt mit leckeren Spezialitäten. Die Rückfahrt erfolgte über Semd, Groß-Zimmern, die Eis-Garage Gunnernhause nach Roßdorf. 300 Höhenmeter und 51 km waren geschafft.

Eine Woche später ging es schon wieder nach Groß-Umstadt. Dieses Mal war es das Groß-Umstädter Winzerfest und Ziel war der Keller der EuropaRad-Freunde bei der Bürgerstiftung am Marktplatz. Dort erwarteten uns schon Dr. Fritz Roth, Julian und Klaus Dummel. Klaus, der die Winzergenossenschaft im Bereich Ökowein berät,  hatte eine vielseitige Weinkarte mit Spitzenweinen aus Groß-Umstadt und seinen Partnerstädten zusammengestellt und es war leider auch aus fahrtechnischen Gründen nicht möglich, alle edlen Tropfen zu probieren.

Am 24.09.2017 fuhren wir zu unseren EuropaRad-Freunden Griesheim. Bürgermeister Krebs-Wetzl begrüßte uns auf dem Rathausplatz bei den Partnerschaftsständen und sagte zu, uns bei der Jahrestour 2018 per Rad nach Wiesbaden zum Empfang der Europaministerin zu begleiten und anschließend im Haus Waldeck in Griesheim zu empfangen. Hierfür an dieser Stelle unseren herzlichen Dank. Einige Teams bereiten derzeit die große Jahrestour im Mai/Juni 2018 vor, zu der wir über 130 Radfreund aus ganz Europa erwarten. Ein Höhepunkt wird die Fahrt nach Roßdorf und der Empfang durch Bürgermeisterin Christel Sprößler sein. Auch ihr hier besten Dank für die umfassende und sehr engagierte Unterstützung unserer Europaarbeit.

 

Bauernmarkt Groß-Umstadt

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EuropaNetzwerkWanderung 11.7.17

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Jahrestour Billy-Montigny 2017

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Bilder von Billy Montigny 2017


https://drive.google.com/drive/folders/0B7Qqo7rp1vphSl8ySmozOU1jMlk?usp=sharing

 

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Seligenstadt-Tour 21.5.17

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Rheintour 14. Mai 2017

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Vortrag Dr. Bullmann

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Rhöntour 2017

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Auftakttour 23.4.17

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Vortrag Rumänien

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Weihnachtswinterwanderung 18.12.16

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Winterwanderung 13. 12. 2016

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Herbstwanderung 20.10.16

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Zwiebelmarkttour Griesheim 25.9.16

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Vösendorftour 25.5. – 29.5.16

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Tour "Rund um Darmstadt"

Bei strahlendem Hochsommerwetter kamen am vergangenen Sonntag, dem 11.09.16 um  09:30 Uhr, an Rathaus Roßdorf über 20 EuropaRad-Freunde (siehe Fotos) zur Tour "Rund um Darmstadt" unter Leitung von Erich Grieger zusammen. Bernd Schäfer und Erich Grieger begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und gaben Informationen über die ca. 55 km lange Strecke. Über die Kubig und den Brunnersweg ging es zur Grube Messel, wo schon reger Badebetrieb herrschte. Bei Wixhausen erreichten wir den nördlichsten Punkt und spürten die Beschleunigung der GSI, die uns zügig nach Weiterstadt zum Mittagessen ins Napoli führte. Dort stießen weitere EuropaRad-Freunde zu uns und andere verabschiedeten sich zum nächsten Termin. Am Orplid, bei Merck, Gehaborn und dem Waldfriedhof vorbei ging es weiter zur Siedlung Tann und nach Eberstadt, wo sich lange Schlangen am Eingang des Mühltalbades gebildet hatten - wer hätte solche Temperaturen Mitte September auch erwartet. Die Felsnase liesen wir links liegen und fuhren über den schönen Radweg an den Papiermühlen vorbei nach Mühltal, wo wir im Eiscafe eine wohlverdiente Abkühlung erhielten. Jetzt war es nur noch ein Katzensprung über die Eiserne Hand nach Roßdorf. Kurz frischgemacht ging es dann weiter nach Groß-Zimmern zur Geburtstagsfeier eines EuropaRad-Freundes.

Es war ein wunderschöner Radtag und alle bedanken sich bei Erich und Gerhard.

 

 

Tagebuch: Von Roßdorf nach Benatky

Woche 1:

 

Samstag, den 06.08.2016

Wir starten von Roßdorf mit Armin und Josef zum Treffpunkt nach Reinheim während Gerhard von Groß-Zimmern aus direkt dorthin fährt. Mit dem Bayernticket (34€) fahren wir nach Eberbach. Von dort geht es gemütlich nach Bad Wimpfen. Unsere Unterkunft in einem historischen Kloster gefällt uns sehr gut. Wir gehen erst ins Thermalbad und feiern, nach einem Altstadtbesuch, mit den Ortsansässigen am Neckar ein Fest.

Tageskilometer: 80 km

 

Sonntag, den 07.08.2016

Um 9:30 Uhr geht's los. Bis Heilbronn lassen wir es rollen, danach bewältigen wir die ersten kleinen Anstiege bis zu unserer Mittagspause in Öhringen. Mit Spaghetti stärken wir uns für unseren steilen Anstieg nach Waldenburg, der es in sich hat. Von dort rollt es abwärts nach Schwäbisch Hall, dann noch 10 km bis nach Untermünckheim in die Pension „Traube“ mit Biergarten und Schwarzbier.

Tageskilometer: 93 km

Höhenmeter: 950 m

 

Montag, den 08.08.2016

Wolfgang zeigt uns zum Auftakt nochmal Unterföhring und den Weg zur Kocher bis Geislingen. Danach fahren wir auf ruhigen Nebenstraßen steil bergauf bis nach Ilshofen. Wir suchen den Weg nach Kirchberg, nicht einfach zu finden. Endlich in Rot angekommen freuen wir uns über Leberkäsbrötchen und Sülze zur Mittagspause. Hier besprechen wir, wo die Tour heute enden soll. Wir wollen auf jeden Fall nicht durch Rothenburg o.d. Tauber fahren. Jeder von uns war schon ein paar Mal da. Gerhards Navi übernimmt die Führung und es geht durch .........Rothenburg. Die Runde Bier heute Abend ist uns sicher. Nach dieser ungeplanten Besichtigung finden wir unser Gasthaus in Neusitz.

Tageskilometer: 65 km

Höhenmeter: 2014 m

 

Dienstag, den 09.08.2016

Wir haben Nieselregen. Eingepackt in unsere Regenkleidung starten wir um 9:00 Uhr auf ruhigen Nebenstraßen nach Geslau. In Colmar fotografieren wir noch schnell die Burg und radeln weiter bei Regen nach Ansbach. Dort gibt es ein Stück Kuchen und Kaffee zur Stärkung. In Lichtenau gibt es eine sehenswerte und komplett erhalten Burganlage. Von dort geht es weiter nach Wolfram-Eschenbach (wunderschöne Altstadt), danach zu unserer Ferienwohnung nach Abenburg.

Tageskilometer: 70 km

Höhenmeter: 550 m

 

Mittwoch, den 10.08.2016

Frühstück gibt es heute erst in Roth, nach 10km Radeln. In einer Bäckerei decken wir uns mit Teilchen, belegten Brötchen und Milchkaffee ein. Am Main-Donau Kanal radeln wir nach Nürnberg. Gerhard hat es plötzlich eilig und gibt Gas Richtung Bahnhof. Er hat die Chance, früher nach Hause zu fahren. Josef folgt ihm, aber Armin und Wolfgang gehen kurzzeitig verloren. Gerhard erwischt den Zug um 13:06 Uhr. Armin, Josef und Wolfgang besichtigen Nürnberg und reservieren schon mal im "Pillhofer" einen Tisch fürs Abendessen. Um 21:00 Uhr kommt Maria an, und komplettiert die Truppe wieder.

Tageskilometer: 45 km

Höhenmeter: 200 m

 

Donnerstag, den 11.08.2016

Selten sind wir ohne Probleme aus einer Stadt heraus gefahren. Heute klappt es..... den Pegnitz Radweg und den Anschluß an den Main-Donau Kanal finden wir fast blind. Da wir ohne Frühstück gestartet sind knurrt uns 30 km später, kurz vor Erlangen, der Magen. In einem EDEKA finden wir ein Café, das ein super Frühstück anbietet. Zurück am Kanal geben wir Gas und radeln auf fast flachen Wegen nach Bamberg. Die vorbestellte Pension war zwar preiswert, aber wenig ansprechend. Nach Diskussion mit der Inhaberin verabschieden wir uns und suchen uns was Neues. In der Brauereigaststätte „Fässla“ finden wir zwei sehr ansprechende Doppelzimmer. Am Abend gibt es deftige Kost (Scheufele und Haxen) und hausgebrautes Bier.

Tageskilometer: 75 km

Höhenmeter: 200 m

 

Freitag, den 12.08.2016

Es nieselregnet. Sollen wir fahren oder auf den Zug umsteigen. Wir beschließen zu fahren, aber halten die nächst Bahnstation im Visier. Es geht nach einem super Frühstück nach Bad Staffelstein. Dort regnet es auch nicht richtig, also weiter mit dem Rad nach Coburg, das wir über erste kleine Bergwertungen fast trocken erreichen. Nach ein paar Diskussionen um den Weg in unser Quartier kommen wir im Gasthaus „Fink“ in Lützelbuch um 16:30 Uhr an.

Tageskilometer: 65 km

Höhenmeter: 560 m

Durchschnittsgeschwindigkeit: 15 km/h

 

 

Berichte: Maria Bichler

 

 

Woche 2:

 

Samstag, den 13.08.2016

Kurz vor 10:00 Uhr starten wir in Lützelbuch. Im Radführer steht, dass es 30 km bis Kronach sind. Der Burgenradweg ist leider schlecht ausgeschildert. Zurück in Coburg finden wir den Radweg, doch durch Baustellen und Umleitungen fahren wir knappe 45 km. Etliche Steigen waren auch dabei. Im Real in Kronach pausieren wir und beschließen keine Experimente mehr zu machen: wir fahren die Straße bis Kulmbach. Eigentlich wäre es schön gewesen wenn wir hier hätten übernachten können. Am Marktplatz ist eine Riesenbühne aufgebaut, man feiert ein Fest. Die Stadt ist ausgebucht, gut so. Wir fahren zu der ruhigen Pension Hubertushöhe (da geht es wirklich noch mal ordentlich hoch), 6 km außerhalb von Kulmbach, megaruhig und super Ausblick.

Tageskilometer: 71 km

Höhenmeter: 770 m

 

Sonntag, den 14.08.2016

Wolfgang, Maria und Armin machen eine Kletterpause. Zurück in Kulmbach fahren wir mit dem Zug nach Schirnding. Josef steigt in Bayreuth aus und beginnt seine Bergtour mit dem Rad. In Hohenberg warten wir auf ihn. Die Zeit verbringen wir mit einer Burgbesichtigung und einer Einkehr im Biergarten. Wir haben uns verpasst und wir drei fahren um 16:30 nach Franzensbad (20 km und zwei Steigungen, die wir nur zu Fuß packen). Fast zeitgleich treffen wir alle in der Pension Rossini ein.

Tageskilometer Armin, Wolfgang, Maria: 32 km, Josef: 130 km

Höhenmeter: 370 m / 1700 m

 

Montag, den 15.08.2016

Wir ruhen uns richtig aus. Den Vormittag verbringen wir im Thermalbad, dann laufen wir durch den Kurpark und probieren an unterschiedlichen Quellen unterschiedliche Heilwässer. Den Tag beschließen wir im Garten unserer Pension beim Grillen. Es gibt "Speckatschki" (Würstchen) und Schweinesteaks. Das letzte Bier und den Becherovka zur Verdauung trinken wir im nahe gelegenen Tanzcafé.

Tageskilometer: 4 km zu Fuß

 

Dienstag, den 16.08.2016

Toll, das passiert uns nicht immer: Wir finden den Weg ohne Probleme aus der Stadt raus, Richtung Kynsberg. Von dort fahren wir auf Nebenstraßen nach Marienbad. Bei dieser Entscheidung war uns nicht klar was wir uns zumuten. 15 km geht es bergauf, das braucht 2 1/2 Stunden. Auf der Höhe gibt es für jeden 2 gekochte Eier zur Stärkung, dann lassen wir es rollen. In Marienbad gibt es einen Kaffee und leckere Spezialitäten wie Cremerollen und kleine Kränzchen. Schnell müssen wir noch ein Radgeschäft aufsuchen, Josef braucht einen neuen Fahrradständer, Maria bekommt einen neuen Zug und einen neuen Umwerfer für die Schaltung. So aufgerüstet fahren wir nach Chodova. Viel Fleisch und leckeres Bier gibt es im Felsenkeller der Brauerei.

Zum ersten Mal übernachten wir in einem Familienzimmer für 4 Personen.

Tageskilometer: 80 km

Höhenmeter: 1170 m

Maximale Höhe: 910 m

 

Mittwoch, den 17.08.2016

Oje, das Abendessen gestern war mehr als reichlich. Mit dem Frühstück sind wir beinahe ein wenig überfordert. Heute geht es exakt nach dem gestern besprochenen Plan vorwärts. Na ja, die Karte hatte keine topographischen Informationen und so klettern wir, abgesehen von kleinen Abfahrten, 45 km lang bis Manetin, unserer Mittagsrast, die wir standesgemäß im Schlossrestaurant verbringen (Spaghetti zur Stärkung für die Weiterfahrt). Wer denkt wir hätten es geschafft, der irrt. Weiter geht es bergauf bis zu unserem Hotel, das sehr schön und ruhig im Wald gelegen ist. Vor dem Duschen gibt es erst mal Bier :)))).

Tageskilometer: 85 km

Höhenmeter: 1425 m (Puhhhhh!)

Maximale Höhe: 661 m (3 mal)

 

Donnerstag, den 18.08.2016

Die Nacht im Wald war ruhig, das Frühstück in unserem Hotel sehr lecker. Abseits von stark befahrenen Straßen radeln wir mit Steigungen und Abfahrten nach Pilsen. Wir Quartieren uns gleich wieder ein, denn wir wollen die Zeit, die wir haben, nutzen um Pilsen ein bisschen besser kennen zu lernen. Es geht über den Marktplatz zum Pilsener Untergrund. Wir erkunden 800 m der insgesamt 14 km Pilsner Unterkellerung. Natürlich besichtigen wir auch die Brauerei "Pilsner Urquell". Imposant ist die Abfüllanlage, in der 60.000 Flaschen Bier in der Stunde abgefüllt werden. Abendessen gibt es natürlich auch in der Brauerei, aber den letzten Absacker nehmen wir in der Nähe des Hotels ein.

Tageskilometer: 15 km

Höhenmeter: 350 m

 

 

Freitag, den 19.08.2016

Aus Pilsen raus müssen wir viele Baustellen umfahren. Unser Weg führt uns direkt nach Schloß Kozel. Wer weiß, ob wir die Besichtigung gemacht hätten wenn wir gewusst hätten, was das für eine Kletterpartie wird. Es hat sich aber gelohnt, wir besichtigen den Park und die Anlage von außen. Zur Rast im Café empfiehlt uns Josef typische tschechische Süßspeisen. So gestärkt setzen wir unseren Weg auf der anspruchsvollen Burgenstraße fort. Im "grünen Baum" in Horovice beziehen wir Quartier. Nach einer Schlossbesichtigung (von außen) kehren wir zum Abendessen ins Hotel zurück. Es gibt Kozel Bier (11 Grad) und Spaghetti zur Stärkung für morgen.

Tageskilometer: 55 km

Höhenmeter: 700 m

Durchschnittsgeschwindigkeit: 14,0 km/h

 

 

Berichte: Maria Bichler

 

Woche 3:

 

Samstag, den 20.08.2016

Die letzte große Bergtour startet heute für uns in Horovice. Doch zuerst müssen wir eine Radwerkstatt finden. Armins Schaltungszug hängt nur noch an einem "seidenen Faden" und muss dringend erneuert werden. Auf ruhigen Nebenstraßen geht es schlimmer als im Odenwald bergauf und bergab bis Roztoki. Dort ist die Werkstatt und Armin kann beruhigt weiter fahren. Ganz nah ist Krivoklát mit der Burg Pürglitz. Wir laufen hoch und besichtigen die Burg mit einer Führung. Es ist Mittagszeit und wir beschließen etwas zu essen, Gott sei Dank, denn ohne die Stärkung hätten wir den 6,5 km langen kräftigen Anstieg, der noch vor uns lag, nicht geschafft. Jedem Anstieg folgt eine Abfahrt und so rollen wir bis Nizbor und fahren an der Berounka entlang bis Beroun. Wir finden nur noch im Grand Hotel eine Unterkunft. Von hier aus bietet es sich an, die Burg Karlstein zu besuchen. So beschließen wir zwei Nächte zu bleiben und uns ein bisschen auszuruhen.

Tageskilometer: 63 km

Höhenmeter: 120 m

 

Sonntag, den 21.08.2016

Heute ist Sightseeing Tour angesagt.

Mit der S-Bahn fahren wir 10 km bis Karlstein. Vom Bahnhof aus laufen wir zur Burg hoch. Es ist Tourismus pur, ähnlich wie in Rüdesheim auf der Drosselgasse. Um 13.00 nehmen wir an einer Führung durch die imposante Burganlage teil, die Karl der IV in einer Bauzeit von nur 16 Jahren hier errichten ließ. Um 17:00 Uhr geht es mit dem Zug zurück.

Tageskilometer: 5 km

Höhenmeter: 150 m

Alles zu Fuß ;-)

 

Montag, den 22.08.2016

Der schönste Radweg während unserer tschechischen Tour liegt vor uns. Es geht entlang der Berounka auf einem landschaftlich wunderbaren Radweg Richtung Prag. Nur einmal müssen wir eine kleine Steigung überwinden! Dann sind wir schon beinahe am Ziel. Prag wollen wir wegen des großen Verkehrs nicht mit dem Fahrrad durchfahren, also steigen wir am südlichen Stadtrand in die U-Bahn. Blitz und Schlag sind wir im Norden der Stadt in einem schönen Hotel mit Sauna und Whirlpool.

Tageskilometer: 50 km

Höhenmeter: 120 m

 

Dienstag, den 23.08.2016

Wir haben Thüringer Gäste im Hotel, die um 9:00 Uhr mit einem Reisebus in die Innenstadt fahren. Man muss nur mutig fragen, sie nehmen uns gerne mit. Vom Pulverturm aus starten wir unter Josefs Führung entlang des Königswegs durch die Stadt. Es geht über den Altstädter Ring zur Karlsbrücke, dann die Kleinseite hoch zur Prager Burg. Früher war es kein Problem durch den Hof der Burg zu gehen, heute stehen die Menschen in langen Schlangen und warten darauf den Sicherheitscheck vor der Besichtigung zu passieren. Das dauert uns entschieden zu lang. Wir besuchen stattdessen das Kloster Loretta und wandern dann abwärts. In einer urigen Kneipe lernen wir Bierkäse kennen (Mischung aus Limburger, Senf, Zwiebeln, Paprika, Bier). Zurück geht es mit der Metro und dem Bus.

Tageskilometer: 9 km

Höhenmeter: 80 m

Alles zu Fuß ;-)

 

Mittwoch, den 24.08.2016

Der Prager Zoo ist als der viert-beste Zoo der Welt bewertet worden. Wir besuchen ihn heute und sind begeistert. Er ist auf einer idealen Fläche untergebracht. Die Gehege für Elefanten und Giraffen sind riesengroß, für die Kletterer wie Steinbock und Gämsen gibt es natürliche Felswände. Als wir um 15:00 Uhr gehen, haben wir noch lange nicht alles gesehen. Damit ist ein Wiederkommen gesichert. Am Abend gibt es in unserer "Stammkneipe" gegrillte Burger und Bier.

Tageskilometer: 6 km

Höhenmeter: 80 m

 

Donnerstag, den 25.08.2016

Armin, Maria und Wolfgang sind heute allein unterwegs. Ob das mit dem Radfahren noch geht? Na klar, wir radeln zu einem Schloss ganz in der Nähe des Hotels und dann erkunden wir schon mal eine Teilstrecke nach Benatky. In Brandys nd. Labem besichtigen wir das Renaissanceschloss und erkundigen uns schon mal nach einem Radweg nach Benatky. Am Abend gibt es unser Abschlussessen in der Stammkneipe. Wir essen alle Rippchen (sehr große Portionen) und trinken reichlich Bier und ein bisschen Becherovka. Ein gelungener Abschlussabend.

Tageskilometer: 38 km

Höhenmeter: 212 m

Dieses Mal mit dem Rad (!)

PS: Josef war schwimmen und in Melnik.

 

Freitag, den 26.08.2016

Heute werden wir in Benatky erwartet. Um 10:00 Uhr starten wir diese Etappe. In Brandys nd. Labem macht Josef die gestern verpasste Schlossbesichtigung. Von hier aus wird es schwierig den Radweg nach Benatky zu finden. Erst fahren wir ein Stück auf der Straße, dann finden wir den Radweg Nr. 17, der uns nach Benatky führt. Eine schöne Strecke mit leider sehr schlecht ausgebauten Wegen. Das hat das letzte Stück noch ein bisschen anstrengend gemacht. Um 18:00 Uhr werden wir von dem Vizebürgermeister Pawel Stifter und von Milan Prochazka begrüßt. Der Rest der Roßdorfer Delegation ist auch rechtzeitig angekommen.

Tageskilometer: 45 km

Höhenmeter: 215 m

 

 

Europaradgruppe radelt zum Schlossfest nach Benatky
Am 06.08.2016 machten sich Armin Beckmann, Josef Beran, Wolfgang Bichler und Gerhard Edling auf dem Burgenweg mit dem Rad Richtung Prag auf den Weg. Über Eberbach, Bad Wimpfen, Heilbronn, Schwäbisch Hall, Rothenburg o. d.T. Ansbach ging es nach Nürnberg. Dort ist Gerhard am 10.08. mit dem Zug zurück gefahren. Maria Bichler, mit dem Zug angereist, ist von dort aus in die Tour eingestiegen. Stationen bis zur Tschechischen Grenze waren Bamberg, Coburg, Kronach, Kulmbach und Bayreuth. Zwar gab es auf dem deutschen Teil der Burgenstraße einige Höhenmeter zu bewältigen, doch dies war nichts im Vergleich zu den Kletterstrecken in Tschechien. Über Hohenberg an der Eger ging es nach Franzensbad mit einem Tag Pause im Aquapark. Unser nächstes Tagesziel war Chodova in der Nähe von Marienbad. Dort wollten wir den Felsenkeller der ortsansässigen Brauerei besuchen. Doch vor dem Lohn war Arbeiten angesagt. Wir hatten 1.170 Höhenmeter zu überwinden. Und auch am nächsten Tag sind wir bis kurz vor Pilsen noch einmal 1.425 Höhenmeter geklettert. In Pilsen haben wir einen Tag verbracht, um die Stadt und Pilsner Urquell kennenzulernen. Tags darauf wurde der Burgenweg ein wenig abgekürzt. Auf dem verbliebenen Weg blieben noch zwei wichtige Burgen zu besichtigen, nämlich die Burg Pürglitz (1/2 Tag) und die Burg Karlstein, ein wichtiges Bauwerk, für das wir uns wieder einen Tag Zeit nahmen. Von dort war es nur noch eine Tagesfahrt nach Prag. Die Innenstadt haben wir wegen des heftigen Verkehrs mit der U-Bahn umfahren und im Norden von Prag Quartier bezogen. Drei Tage in Prag lagen vor uns, und Josef, geboren in Prag,  hat uns die Stadt gezeigt. Ein Tag ging es auf dem Königsweg durch die Altstadt, am zweiten Tag in den Prager Zoo, der zu Recht als viertbester Zoo der Welt ausgezeichnet wurde. Am dritten Tag haben wir die Umgebung unseres Hotels mit dem Rad erkundet. Die 42 Radkilometer nach Benatky waren am 26.08. nur noch ein Klacks. Um 18.00 Uhr war die Roßdorfer Delegation komplett und wurde sehr herzlich mit einem Abendessen empfangen. Samstag haben wir gemeinsam mit den Bürgern Benatkys das Schlossfest gefeiert. Sonntags ging es für uns zurück nach Prag und am Montag, den 29.08. saßen wir um 9.12h im Zug Richtung Heimat.  
Es war eine wunderbare, aber anstrengende Radreise mit vielen Eindrücken. Wir sind ca. 1000km Rad gefahren und haben dabei ca. 10.500 Höhenmeter bewältigt. Auf der Strecke gab es zahlreiche Burgen, aber auch viele Brauereien, so dass wir in vielerlei Hinsicht kulturelle Erfahrungen sammeln, aber auch etliche Bierverkostungen vornehmen konnten.                                                                                                            Bericht: Maria Bichler

 

 

EuropaRad- Tour nach Griesheim zum Sommerfest der Deutsch- Ungarischen Gesellschaft in Griesheim

Wir trafen uns am 17.07.2016 um 10 Uhr am Radhaus. EuropaRadler aus Roßdorf und Zimmern machten sich auf den Weg nach Griesheim, nicht nur des guten Kesselgoulaschs wegen, sondern auch, um unsere Griesheimer Radfreunde wiederzusehen, die auf dem Fest  Dienst schoben! Wir befuhren den Traisaer Weg, durchquerten den Wald am Golfclub und an der Eisernen Hand vorbei, überquerten die B 449, dann weiter durch den Wald  und durch Streuobstwiesen, bis die ersten Häuser von Eberstadt auftauchten. Nun durchfuhren wir Eberstadt und den westlichen Stadtwald, überquerten die Eschollbrückerstr. und nach ein paar weiteren Kilometern waren wir schon in Griesheim. Jetzt nur noch links halten, Richtung Tannenhof“ und wir erreichten das Vereinsheim der DUG. Keine Minute zu früh, wie sich herausstellte. Es saßen schon viele Leute an den Tischen und das gute Goulasch fand reißenden Absatz! Wir wurden von unseren Freunden mit einem guten Barack, einem Marillenschnaps, begrüßt, besetzten den letzten freien Tisch und ließen es uns dann richtig gut gehen! Anschließend gönnten wir uns Kaffee und Kuchen, und nach 2 sehr angenehmen Stunden begannen wir langsam an die Rückfahrt zu denken. Noch ein paar Beweisfotos und wir schwangen uns wieder auf die Räder. Bis zur Eschollbrückerstr. gleiche Strecke wie auf der Hinfahrt, dort aber schwenkten wir links ab an der Straße entlang bis es rechts in die Heimstättensiedlung ging. Dann mußte die Heidelbergerstr. überquert werden und über Schleichwege durch diverse Villenviertel gelangten wir schließlich zu den Lichtwiesen und dann in den Wald. Wir entschieden uns den Stellweg entlang zu fahren, am Bessunger Forsthaus hatten wir wieder Asphalt unter den Rädern und bald konnten wir uns zufrieden im Rimini“ unter Sonnenschirmen zur Schlussrast niederlassen. Mehr als 39 gefahrene km gab der Fahrradcomputer nicht her, aber es war wie immer eine tolle Tour!! Bericht Uli Eckhardt


Weiteres
Für die nächsten beiden Jahrestouren gibt es schon Termine:
31.05.-04.06.2017 nach Billy Montigny/Frankreich und
30.05.-03.06.2018 Rund um Roßdorf/Hessen.

 

Kaiserwettertour am 08.05.2016

Nachdem wir bei unserer vorletzten Tour am 23.04. in der Hohen Röhn fast im Schnee versanken, hatten wir am Muttertag Kaiserwetter.

28 Radlerinnen und Radler aus der Röhn, Roßdorf, Groß-Umstadt, Groß-Zimmern und Griesheim trafen sich um 10:00 Uhr auf dem Marktplatz Griesheim. EuropaRad hatte keine Kosten und Mühen gescheut und es gab für alle Mütter Blumen und Bailys. Gut gestärkt ging es Richtung Norden durch Wald und Flur nach Nauheim. Kurzrast auf dem Georg Mischlich Platz mit seinen Wasserspielen und E-Bike-Ladestationen. Weiterfahrt über Bauschheim nach Ginsheim. Am Rhein ging es entlang zur Weisenauer Brücke und auf der ganz linken Spur der Autobahn über den Rhein. Danach war es erst einmal vorbei mit Lustig. Der Anstieg auf die Laubenheimer Höhe hatte es in sich und hier trennte sich Spreu vom (Hefe)Weizen oder E-Bike vumm Net-E-Beik. Oben angekommen genossen wir bei strahlendem Sonnenschein den Blick auf die Rheinebene und die Fahrt über die Höhen und durch die Weinberge zum Weingut Haub oberhalb von Bodenheim. Die Köchin meinte es gut mit uns und so mancher kämpfte mit seiner Kinderportion Winzersteak.  Nach dieser Pause ging es erstmal nicht weiter: Ein Platten. Zuviel gegessen? Mit der Gabel beim Spundekäs ausgerutscht? Gemeinsam wurde die Panne schnell behoben und es ging von nunan bergab nach Nackenheim und weiter nach Nierstein und zur Fähre nach Kornsand. Dann über den Kammerhof, Leeheim, Wolfskehlen zurück nach Griesheim. Aber das Anstrengende kam erst noch: Die Grillmeister Peter und Gerhard an den Profigeräten im Duell (TV-Kochshows können da zuhause bleiben), selbstgemachte Salate u.a.m. Nur der Röhnschlamm der EuropaRad-Freunde, Ortsgruppe Wadenkrämpfe, sorgte dafür, dass die herrlichen Steaks gut herunterrutschten - Fahrradfahren kann ganz schön stressig sein - aber mit EuropaRad immer wieder nur schön. Um 23 Uhr waren die letzten zuhause - es gibt ja Dynamos.

 

 

Röhntour im Schnee
EuropaRad hat nicht nur viele Radfreunde in Roßdorf/Röhn, sondern schon seit Jahren auch Radfreunde in der hessischen Röhn. Diese hatten zu einer besonderen Tour in ihre Heimat eingeladen. Und es sollte in der Tat besonders werden. Am vergangenen Samstag klingelte bei den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereits um 5 Uhr früh der Wecker (da muss man kerngesund sein). Mit dem Rad ging es bei leichtem Dauerregen zum Darmstädter Hauptbahnhof und gemeinsam mit Griesheimer Radfreunden fuhren wir mit S-Bahn und Regionaexpress über Frankfurt nach Fulda. Am dortigen Hauptbahnhof warteten bereits die Röhner Freunde mit einem Reisebus und Radanhänger, einem Bier und motivierenden Radliedern. Gefühlte 200 mal erklang "Ja, wir sin mim Radl da"  und diese Motivation brauchten wir auch. Denn je höher uns der Bus Richtung Milseburg brachte, um so weißer wurde es. Und als wir Danzwiesen an der Milseburg erreichten, sahen wir fast nur noch dicke, weiße Flocken aber zum Glück auch ein deftiges Frühstück, das wir gemeinsam mit unseren Radfreunden der Gruppe "Wadenkrämpfe" unter Leitung von Oliver Schulz einnahmen. Plötzlich ging die Tür auf und herein kam Bürgermeister Helmut Wichler aus der Partnergemeinde Roßdorf/Röhn. Er lies sich überzeugen, trotz des "leichten" Schneelfalls mit uns zu fahren. Da die Aussichten aufgrund des Wetters nicht gerade optimal waren, liesen wir Enzianhütte, Milseburg und Wasserkuppe im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und fuhren weiter Richtung Abtsroda, unterhalb der Wasserkuppe zum Guckaisee mit ihren Guckaistuben zum Aufwärmen.  Darauf folgend ging es über knackige Anstiege zum Mittagessen nach Sparbrod (Gersfeld) zur legendären Hähnchen-Paula. Und die Paula sparte nicht am Knoblauchbrot, tischte große Portionen Giggel in vielfältigen Variationen auf und es gab sogar Hähnchen-Bier in der Maß für vier Hühner - pardon Euro. Gut gestärkt ging es weiter in die anthroposophische Siedlung Loheland und zum Schloss Fasanerie (Eichenzell). Die Sonne kam nun endlich hervor, als wir durch den großen Park zum Barockschloss und zum gemütlichen Abschluss ins Schlosscafe fuhren. Nach ca 60 Radkilometern und ca. 750 Höhenmetern erreichten wir den Fuldaer Hauptbahnhof, wo wir uns von den Radfreunden dankend verabschiedeten. Vom Zug aus genossen wir den Sonnenuntergang im Kinzigtal und kamen geschlaucht aber glücklich wieder zurück.
Ob's stürmt oder schneit. Europarad ist immer bereit. Gedicht und Foto Peter Schulz

 

 

Liebe EuropaRad-Freunde,
 
ja, wer hätte das gedacht, dass uns die Sonne am Main und in Mainz lachte, wo doch der Start unserer Tour am vergangenen Sonntag etwas verregnet war. Aber der Regen hielt sich in Grenzen, lies bald nach und 10 EuropaRad-Freunde aus Griesheim, Roßdorf und Gundernhausen fanden sich zu früher Morgenstunde am Europaplatz in Roßdorf ein, um den Informationen der Tourenleiter Claudia und Erich Grieger zu lauschen. Über den Brunnersweg und weitere bekannte Strecken ging es nach Dreieichenhain in ein Café, das inzwischen unter dem Namen Café EuropaRad bekannt ist. Das rote Quadrat begleitete uns weiter zur ebenfalls bekannten Buchscheer, wo wir unsere Mittagspause mit Bembel, Haxe und anderen leichten Gerichten einlegten. Was danach kam, war für die Meisten Neuland: Die Stresemann-Allee ins Zentrum von Frankfurt und  zum Main sowie der Mainradweg nach Mainz. Idyllische Landschaften wechseln sich ab mit alten und neuen Industrieanlagen, historischen Bauwerken, wie der Mönchshofkapelle und moderner Architektur, wie die futuristisch geschwungene Ölhafenbrücke Raunheim und der neuen Opelsteg direkt über das Mainufer. Nach ca. 75 Radkilometern erreichen wir die Mainspitze und die Altstadt von Mainz, wo ein Tisch im Augustinerkeller für uns reserviert war. Nach eins, zwei Schoppe Woi und eins, zwei Handkäs mit Mussig ging es zum Römischen Theater, wo wir die Räder in einen Transporter luden und mit Zug und Bus zurück nach Roßdorf fuhren. Die Griesheimer Freunde waren an diesem Tag besonders sportlich: Sie kamen schon per Rad nach Roßdorf und fuhren mit dem Rad von Mainz nach Griesheim zurück - mehr als 100 km. Eine tollte Tour und ein herzliches Dankeschön an Claudia und Erich sowie an Manfred G und Manfred R, die die Logistik tatkräftig unterstützen.

 

Breuberg-Tour am vergangenen Sonntag

Am 03. April d.J. starteten 11 EuropaRadler unter der Führung von Moni und Manfred Rohde um 9.30 Uhr in Roßdorf am Rathaus, um schon einmal zu erleben, wie es bei unserer Tour in Vösendorf im Wienerwald hoch und runter gehen kann. Über Groß-Zimmern nach Klein Umstadt hinauf zu den Windrädern auf dem Binselberg erwartete uns die erste Herausforderung. Es ging auf eine Höhe von 324 m. Sie wurde von allen mit viel Druck auf den Pedalen mit Bravour bewältigt. Auf einem Waldweg ging es über das Rödelhäuschen zum Fuße der Burg Breuberg, dann eine sanierte Straße mit Schwung bergab nach Neustadt. Dort war die Mittagsrast bei einem Griechen angesagt. Nach Studium der umfangreichen Speisekarte und dem dann servierten Essen, was uns allen mundete, wurde noch auf Kosten des Hauses ein Uzo getrunken. Nun ging es über Höchst zum Schloss Nauses nach Ober Nauses und mit einem langen Anstieg nach Hering, wo wir eine rasante Abfahrt nach Lengfeld erlebten. Hier wartete der übliche Abschluß-Cappuccino mit Eis auf uns. Am Reinheimer Teich vorbei fuhren wir Richtung Groß-Zimmern. Dort verabschiedeten wir zwei RadlerInnen, um dann über Gundernhausen nach Roßdorf zurück zu fahren. Hinter uns lagen 65 km bei herrliche Wetter und dem Genuss der erwachenden Natur. Ohne besondere Vorkommnisse, wie platte Reifen und Stürze, ging diese Tour zu Ende. Text Manfred Gerbig, Foto Peter Schulz


 

Saisoneröffnung

Am Sonntag, dem 20. März d.J., eröffneten acht EuropaRadler die Saison, um sich vorzubereiten für das große Jahrestreffen in Vösendorf bei Wien. Die 70 km langen Tour fand unter der Leitung von Manfred Gerbig statt. Um 10 Uhr ging es am Rathaus in Roßdorf los. Vier Roßdörfer, zwei Griesheimer, ein Gundernhäuser und ein Fahrer aus Dieburg starteten bei recht frischer Witterung in Richtung Dreieichenhain. An dem Badesee Prinz von Hessen nahmen wir noch eine Groß-Zimmnerin auf. Eine nicht ganz kleine Anzahl dazugehöriger RadlerInnen waren an diesem Tag leider verhindert. Der erste Stopp war in Dreieichenhain in einem italienischen Café, wo wir mit großem Hallo empfangen wurden, denn man kennt uns hier schon seit Jahren. Das tat gut denn es erwärmte unser etwas durchgekühltes Herz. Nun ging es hinauf, vorbei an der Flugsicherung des Frankfurter Flughafens, zur Stangenpyramide, die aus 456 Rundholzstäben erbaut wurde. Von dort kann man einen tollen Blick auf Frankfurt und den Taunus genießen – wenn denn klare Sicht ist. Auf dem R8 ging es weiter über Steinberg am ehemaligen Benediktiner/Zistersienserkloster vorbei Richtung Heusenstamm. Diese Anlage ist heute ein Hofgut mit Hofladen und Biergarten. In Heusenstamm war ein Rundgang um das Schloss angesagt. Auf dessen einer Außenwand konnten wir eine große Darstellung des Einzugs Kaiser Franz I mit seinem Sohn Joseph II in Frankfurt/M. am 29. März 1764“, bestaunen.Zur Mittagsrast im da Salvatore“, in dem uns ein stilechtes Ambiente beglückte und ein sehr gutes Essen erwartete, ließen wir es uns  gut gehen. Danach fuhren wir auf dem R4 und R5 über Hergershausen und Dieburg zum letzten Cappuccino nach Roßdorf zurück. Eine gelungene Tour ohne Umwege ging zu Ende. Bericht Manfred Gerbig

 

 

Infos, Tourenberichte

EuropaRad- Wanderung rund um Steigerts am 6.2.16

Um uns mal wieder an die frische Luft zu gewöhnen, beschlossen wir EuropaRadler vor den Trainingstouren per Rad erst mal die Füße in Bewegung zu setzten. Es war Samstag, der 6.2., 14 Uhr. Wir trafen uns auf dem Schwimmbad-Parkplatz, um gemeinsam nach Steigerts zu fahren. Erich und Claudia Grieger hatten sich ein paar nette Kilometer für uns ausgedacht und gleich das passende Wetter dazu bestellt. In Steigerts stellten wir die Blechkisten am Talblick ab – hier wollten wir später einkehren- und starteten unsere Wanderung in Richtung Hutzelstraße und Windräder. Dort angekommen blies uns eine steife Brise um die Ohren, aber die Sonne lachte mit uns um die Wette und wir pfiffen auf Gegenwind und dergleichen. Einem Wanderer ist das ziemlich egal. Dem Radler nicht! Die Windräder immer im Blick begannen wir nun Ober-Beerbach auf diversen Wegen zu umrunden. Dabei boten sich immer wieder wunderbare Blicke auf die Rheinebene mit den Bergen der beginnenden Pfalz oder auf die Skyline von Frankfurt. Der Himmel war blau, die Sicht phänomenal und immer wieder fragten wir uns, ob Erich der Liebling der Wettergötter sei, und wenn ja, warum?! Zwischendurch machten wir Halt an einem Unterstand und hörten Launiges zum Leben und der Fastnacht, vorgetragen von Manfred Gerbig. Darauf gossen wir einen Schnaps, oder zwei und betrachteten aus der Ferne den Ort, wohin wir zu unseren Autos zurückkehren wollten. Nun ging es erst mal hinab in den Ort, den wir gleich darauf wieder auf sehr steilen Wegen verließen, um dann in östliche, später südliche Richtung die Schritte wieder nach Steigerts zu lenken.

Schließlich erreichten wir nach 2 ½ wonnigen Std. wieder den "Talblick" und genossen die wohlverdiente Schlußeinkehr mit Musik von Seffe und seiner Quetschkommode, gekrönt durch gekonnte Tanzeinlagen einiger Radler. Schöner kann man keinen Nachmittag verbringen – danke Erich und Claudia! Hoffentlich haben wir bei unseren Vorbereitungstouren ähnliches Glück mit dem Wetter. Wir verabschieden uns vom geneigten Leser wie immer mit einem Pump auf. Bis zum nächsten mal.  Bericht Uli Eckhardt, Foto Familie Gerbig

Liebe EuropaRad-Freunde,
 
2016 hat für uns

mit dem ersten EuropaRad-Stammtisch am 15.1. begonnen.

20 EuropaRadler trafen sich in der Gunnernhaiser Krone bei viel Gebabbel, gutem Essen und reichlich Getränken - schee war's, wie man auf dem beigefügten Foto erkennen kann.
 

Silvesterwanderung 2015

Eine schöne Tradition der EuropaRadler ist es, jedes Jahr mit einer Wanderung abzuschließen.
Diesmal hatten Moni und Manfred Rohde einen geeigneten Rundkurs ausgesucht.Wir starteten bei leichtem Nieselregen um 10 Uhr am Rathaus und liefen Richtung Rehberg. Wir waren noch nicht aus Roßdorf raus, da stellte sich uns Heinz Mainusch in den Weg und lotste uns auf die Terrasse seiner Irene, wo Äpfel und Zwetschgen (in flüssiger Form!) als gesunder Imbiss auf uns warteten. Wir hörten uns nicht nein sagen und setzten dann mit unseren Gastgebern beschwingt die Reise fort.
Munter überstiegen wir den Rehberg und durch den angrenzenden Wald gelangten wir bald an die Chaussee nach Ober-Ramstadt, wo eine weitere Raststation die Wanderer überraschte. Rohde-Tochter Melanie hatte es sich zusammen mit ihrem Mann nicht nehmen lassen, uns mit Glühwein und Gebäck zu verwöhnen und wir griffen gerne zu.

Aber bis Roßdorf war es noch ein Stück, denn wir nahmen natürlich nicht den direkten Weg. Die Straße wurde überquert und dann liefen wir durch den Geisenwald auf dem Hügelweg entlang, bis die Kopfeichen erreicht waren. Dort wurden erst einmal ein paar Fotos geschossen, danach ging es unterhalb der Edling´schen Weinberge entlang und an der Goldkaute hatte uns die Zivilisation wieder.
Im Tiramisu war reserviert. Dank der körperlichen Betätigung vorher, schafften wir es tatsächlich, neben Obst und Glühwein noch Pizza und Salat in den Magen zu zwängen!
Wir waren uns mal wieder einig: dies war eine sehr schöne Wanderung, auch wenn das Wetter nicht ganz optimal war. Aber wen stört das schon, wenn man nur Sonne im Herzen hat!
Vielen Dank an die Fam. Rohde für die Mühe, die wir ihnen gemacht haben!!
Dem geneigten Leser wünschen wir ein glückliches, gesundes 2016 und verabschieden uns bis zum nächste Mal mit einem salbungsvollen„Pump auf“

Bericht Uli Eckhardt

EuropaRad Weihnachts-Winter-Wanderung am 5.12.2015 

Aus 3 mach 4

 

Aus www wurde am Wochenende wwww - Waschenbacher-Weihnachts-Winter-Wanderung. Ja, es muss halt immer noch eins oben drauf gesetzt werden und - es war wirklich wunderschön - wirklich. Nach dem verregneten Freitag hatten wir am vergangenen Samstag Sonnenschein.  25 EuropaRad-Freunde starteten unter Leitung von Claudia und Erich Grieger am Waschenbacher Sportplatz. Mit dabei waren Freunde aus Griesheim, EuropaRad-Nachwuchs im Kinderwagen und neue Gesichter, die sich für unsere Arbeit interessieren. Über den neuen Kreiswanderweg W1 - die Perlenkette - ging es zuerst hinauf in den Wald zum Ober-Beerbacher Steinbruch. Dort erläuterte Erich die im Odenwald vorkommenden Gesteinsschichten, deren Entstehung und Verschiebung. Gerade in Ober- und Nieder Beerbach hatte man ja im vergangenen Jahr die Plattenverschiebungen durch die Erbeben stark zu spüren bekommen.  Weiter ging es Richtung Süden oberhalb von Frankenhausen an der großen Rehwiese entlang. Die Tiere waren sehr zutraulich und liesen sich mit frischem Gras füttern, bis es auf einmal mehrmals knallte. Wir dachten alle sofort an weitere Erdbeben und die Rehe rasten davon. Als wir aber auf unserem Wanderweg an die nächste Weggabelung kamen, fanden wir ein Schild "Vorsicht Jagdbetrieb", das in die Richtung zeigte, aus der wir kamen. Wir zählten sofort durch und waren froh, vollständig angekommen zu sein. Aufgrund dieses Schreckens machten wir erstmal in der nächsten Schutzhütte Pause, sangen ganz laut den Adventstango, um Jäger und Gejagte von uns fern zu halten und hörten anschließend Besinnliches von Manfred Gerbig, serviert mit Weihnachtsgebäck und zwei Sorten Speichentrost. Gut gestärkt ging es auf die Hutzelstraße hoch zu den Windrädern (Foto: Sonnenuntergang) und runter nach Neutsch. Dort erwartete uns Familie Lautenschläger in ihrer gemütlichen Gaststube mit Kachelofen und wir studierten gleich die Speisekarte mit Odenwälder Pizza und anderen Leckereien. Nach der Bestellung hatte Bernd Schäfer Gelegenheit, auf ein sehr erfolgreiches und abwechslungsreiches EuropaRad-Jahr zurückzublicken und allen zu danken, die sich aktiv für unsere europäische Sache eingebracht haben bzw. einbringen. Da war die große Jahrestour in Bönen mit über 130 Teilnehmern, die Europatagtour zum Landtag nach Wiesbaden mit vielen Radfreunden aus den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Wiesbaden und Begrüßung durch Europastaatssekretär Weinmeister, viele Vor- und Nachtouren, die von EuropaRad Griesheim, Groß-Umstadt und Roßdorf organisiert wurden, die Homepage www.europarad.net wurde 2015 von Werner Rickerich und Armin Beckmann erstellt  und weiter ausgebaut (jetzt sogar mit englischen Seiten!) und viele weitere Aktivitäten, wie die Partnerschaftsjubiläen, Verleihung der Europa-Ehrenfahne u.a. können gar nicht hier alle aufgezählt werden. Deshalb an dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön allen, die sich so toll einbringen und der Hinweis an alle Leserinnen und Leser, dass dies alles ohne Vereinsstrukturen, sondern nur durch das große ehrenamtliche Engagement der EuropaRad-Freunde geschaffen wurde und auch in Zukunft jeder Interessierte bei uns teilnehmen kann - für ein Europa in Frieden und Freundschaft, was gerade in den heutigen Tagen mehr als wichtig ist!
Nachdem sich alle gut gestärkt hatten, konnten wir unser nervenzerfezzendes Adventsprogramm starten. Mit dabei waren Enrico Mecanico mit Handkäs und Oroosch, dem Biba-Blues und neuen Strophen zu "Mer speele de Bluuus" - nedd hinne de Kesch. Denn hinne de Kesch hawwe oon emodd, es Messe hawwe se gefunne un de Kell is foddd. (Anmerkung der Redaktion: Text der Roßdorfer Nationalhymne -  Ein richtiger Roßdorfer kann halt nun mal keinen r sprechen, deshalb heisst es ja auch Ossdoff und ÄÄbääg....) Aber Seffe Bernd hatte nicht nur den Blues in seiner Reisemorino mit dabei, sondern auch besinnliche Advents- und Weihnachtslieder und die stark gemischten Chöre von EuropaRad gaben ihr Bestes. Viel Aufmerksamkeit erhielt Maria Bichler mit ihrer hessischen Weihnachtsgeschichte und zum krönenden Abschluss wurde sogar noch der Adventstango und Weihnachtsrumba gekonnt mit offenen Figuren (ohne weitere Namensnennung) getanzt. Die Wirtin hatte glänzende Augen und dankte mit einem Himbeergeist. Aber wenn es am schönsten ist, muss man ja bekanntlich auf Wiedersehn sagen. Unser Bus, der uns nach Waschenbach zurückbringen sollte, durfte nicht verpasst werden und am Parkplatz verabschiedeten wir uns alle nach einer wunderschönen WWWW - auch bei Claudia und Erich für die gute Vorbereitung und Durchführung. Der Vollständigkeit halber sei hier noch aufgeführt, dass der harte Roßdorfer Kern nach Rückkehr den Weihnachtsmarkt in der Geisberanlage zu einem letzten Absacker besuchte. Freuen wir uns schon jetzt auf die nächste Wanderung:
 

Zur Buchscheer am 25.10.2015

Goldener Oktober Tour 

 

Sie brauchte schon einige Zeit, bis sie sich durch den Nebel und die Bewölkung gekämpft hatte – die Sonne. Aber sie kam und schenkte uns wunderschöne Herbstfarben auf unserem Weg zur Buchscheer und zurück. Zwanzig EuropaRad-Freunde aus Griesheim, Groß-Umstadt, Groß-Zimmern, Fischbachtal, Ober-Ramstadt und Roßdorf trafen sich am vergangenen Sonntag zur Herbsttour. Unter Leitung von Uli Eckhardt starteten wir am Europaplatz am Radhaus Roßdorf zum Brunnersweg, Grube Prinz von Hessen nach Dreieich zur Kaffee-Pause. Das rote Quadrat führte uns weiter über Neu-Isenburg nach Louisa zur Apfelweinwirtschaft Buchscheer, wo uns Rippche mit Kraut, Flaaschworscht und Haxe erwartete. Nach zwei Bembel beschlossen einige, mit der S-Bahn nach Orhelje zu fahren, die andern fuhren mit dem Rad von Buschscheer unter Leitung von Jürgen Enke über Langen und Egelsbach zur Dianaburg, dem Jagdschloss Kranichstein zum Oberwaldhaus zurück nach Roßdorf, wo man sich nach 95,2 Radkilometern mit weiteren EuropaRad-Freunden zum Abschluss dieses sonnigen Tages in der Sonne traf. Blau war die Farbe der Fotos von Bönen und nicht der Zustand der Radler, denn die Verbindung zwischen Laptop und Beamer war nicht ganz unproblematisch und musste erst von Julian technisch behoben werden. Doch danach konnte man in allen Farben den Rückblick auf die EuropaRad-Jahrestour und den Ausblick auf die weiteren Aktivitäten genießen.

Auf nach Bönen

Anfahrt Maria und Wolfgang Bichler, Wolfgang Kilb und Armin Beckmann

In diesem Jahr richtet Bönen das große Europaradtreffen aus. Wir sind eingeladen, das Ruhrgebiet zu erkunden.

Armin Beckmann, Wolfgang Kilb, Wolfgang und Maria Bichler haben beschlossen, den größten Teil der Anreise mit dem Rad zu fahren. Von Gießen aus starten wir am Sonntag, den 30.08.2015 bei herrlichem Wetter auf dem Lahntalradweg bis kurz hinter Marburg. Dort überqueren wir auf der Verbindung von der Lahn zur Eder kleine Steigungen und kommen abends in Frankenberg/Eder an.  Am Montag wollen wir über Winterberg nach Meschede fahren. Es ist der letzte richtige Sommertag und der Anstieg nach Winterberg verlangt uns einiges ab. Ab Winterberg geht es, abgesehen von kleinen gemeinen Steigungen, auf dem Ruhrtalradweg bergab zu unserem Zielort.

Dienstags Morgens  ist der Sommer vorüber und wir starten bei Regen. Nach 30km sind wir ordentlich durchnässt und beschließen ab Arnsberg mit dem Zug weiter zu fahren. Bestimmt gibt es dort ein Café im Bahnhof und wir können uns ein bisschen trocknen und aufwärmen. Weit gefehlt. Nass wie die Pudel erregen wir Mitleid bei zwei Arnsberger Frauen. Sie bringen uns frisch aufgebrühten Kaffee. Marie Lies und Marlene sind unsere Heldinnen des Tages. Nach einer Stunde geht es mit dem Zug nach Schwerte, wo wir Wäscheleinen aufspannen, um unsere Kleidung endgültig zu trocknen. Für den Mittwoch hat sich Armin was Besonderes für uns überlegt. Er zeigt uns den Phönix See, das 96 ha große Gelände der ehemaligen Hermannshütte Hörde, einem Stadtteil von Dortmund. Hier ist auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände ein tolles Naherholungs- und Wohngebiet entstanden. Noch einmal klettern wir über einen Höhenzug und kommen pünktlich um 15.00 Uhr nach 290km am Förderturm in Bönen an. Vielen Dank für die gute Planung der Tour an Wolfgang Kilb und Armin Beckmann

 

Maria Bichler

 

 Anfahrt Bernd Schäfer und Kalle Weick

Wie berichtet, startetene die ersten bereits am Sonntag, 30.09. mit Zug und Fahrrad, um am Mittwoch, 02.09. mit allen anderen Radfreunden in Bönen NRW einzutreffen. Kallo Weick und Bernd Schäfer konnten erst am Montag, 31.08. starten und hatten sich die 385 km lange Strecke nur per Rad vorgenommen, ob das zu schaffen wäre?  1. Tag, 07.00 Abfahrt bei hochsommerlichem Wetter am Bürgerzentrum Neue Schule, über Darmstadt, Griesheim zur Fähre Nierstein Oppenheim. Von dort aus ging es über den Rheinradweg durch Weinberge und Auen nach Mainz, am Dom und anderen bekannten historischen Bauwerken vorbei. Die Sonne brannte bereits und es sollte über 37 Grad heiß werden. Deshalb gab es bei Mainz eine erste Pause am Supermarkt, um die Wasservorräte großzügig aufzustocken - Bis zum Abend hatten wir über 10 Liter verbraucht.  Weiter ging es am Rhein entlang durch Obstplantagen und an Hochwasser-Rückhaltebecken vorbei, eines mit dem bezeichnenden Namen "Große Klappe, dicker Bauch".... In Bingen war Verpflegungspause und Wasser-Nachtanken angesagt, bei Bacharach kühlten wir uns im Rhein ab, an der Loreley trafen wir Radler aus der ganzen Welt, genossen die Fahrt duch das beeindruckende Welterbe Mittelrheintal und erreichten gegen 19 Uhr unser Tagesziel Andernach nach 160 km und einem Durchschnitt von über 20 km/Stunde. Eine große Portion Nudel und ein Bier auf dem schönen Marktplatz beschlossen diesen wunderschönen Radtag. Di., 06:30 Frühstück, der angekündigte Regen setzte ein und wurde immer stärker. Nach 15 km erfolgte Austausch der "regenfesten" durchnässten Radjacken gegen Regenkeeps. Das Wasser quietsche in den Schuhen. In Bonn mussten wir eine Pause einlegen, belegten das halbe Cafe mit unseren nassen Klamotten zum Trocknen, unter den Stühlen bildeten sich große Pfützen, die Bedienung lächelte freundlich und kam mit dem großen Putzeimen. Kurz vor Köln lies ässt der Regen nach und wir wärmten uns andächtig im Dom. Auch eine heiße Suppe gab uns neue Kraft und Mut. Es ging weiter den Rhein hinab und mit der Fähre hinüber auf die rechte Rheinseite. Jetzt kam sogar die Sonne hervor. An der Villa Hügel bei Essen kamen wir etwas zu spät an, fuhren am Park und dem Baldenysee entlang in den Sonnenuntergang und hinein nach Essen-Kupferdreh. Wie kommen wir am besten zu unserer Unterkunft, die hoch über dem See liegt? In der Karte sah alles so nah aus und die angesprochenen Passanten gaben uns die unterschiedlichsten Rad/tschläge. Der Weg wurde immer schmaler und steiler. Wir schoben über steile Pfade und Wurzeln uns langsam nach oben. Ein Restaurant hatte noch glücklicherweise offen und gegen 22 Uhr erreichten wir bei Mondschein und Sternenhimmel unser Hotel Casino Rehmanshof. Dort wurden wir mit einem herrlichen Blick über das Ruhrtal mit seinem Lichtermeer nach 120 Tageskilometern entschädigt. Mi., 3. Radtag: Gut gestärkt fuhren wir hinunter auf den abwechslungsreichen Ruhrtalradweg. Es ging duch Wälder, Auen, über Seitenarme, Brücken und Fähren aber auch über mehrspurige Wege für Fußgänger, Skater und Radler im Bereich der Großstädte. In Wetter trafen wir zwar nicht das Team vom ARD-Morgenmagazin, dass an diesem Tag von dort über das Wetter berichtete, aber einen Freund von Eddy Merks, der uns gerne stundenlang über seine Memoaren berichten wollte. Wir mussten weiter, denn hinter Schwerte ging es nochmals steil hinauf nach Lichtdorf, das schon zu Dortmund gehört, weiter zu den Windrädern und dann gemächlich über Unna nach Bönen, wo wir gegen 16 Uhr und nach 105 Tageskilometern den Förderturm Ostpol und die vielen europäischen Freunde erreichten. Die insgesamt 385 Radkilometer an den drei Radtagen waren trotz stark wechselhaftem Wetter für uns beide einfach nur super und die Strecke ist absolut empfehlenswert. In der nächsten Ausgabe berichten wir über die  Autoanreise und die drei wunderschönen und abwechslungsreichen Tagestouren rund um Bönen.  BS

Anfahrt Gruppe!

Start in Roßdorf: 10 Uhr. Wir haben ja Zeit und nur 300 km zu fahren- wie enstspannt! Die armen Italiener 1500 km. 2 Tage im Bus hin und 2 wieder zurück- für 3 Tage auf dem Fahrrad. Das ist wahrer Enthusiasmus! Wir wollen trotzdem Mittag machen und steuern eine Raststätte an, die in der Autokarte verzeichnet ist. Aber es gibt keine, nur einen Rohbau.Auf der anderen Autobahnseite winkt uns eine schöne Raststätte, aber wir wollen unser Leben nicht für eine Currywurst riskieren und fahren zur nächsten. Die ist kurz vor Hamm, dem Ziel unserer Reise. Wir gehen trotzdem rein- wer weiß, wann es heut was zu essen gibt- Reggello letztes Jahr ist in unserm Gedächtnis eingebrannt, da kam 22 Uhr die Vorspeise!
Ankunft in Bönen am alten Förderturm, freudige Begrüßung. Alle sind da- nur keine Italiener! Wir nicken- klar! Paolo ruft bei Helen, der Frau des Bürgermeisters, an und versichert ihr, daß sie in 20 Min. da sind, sie sind bei Aachen. Helen erbleicht: Aachen-20 Min.?? Wie soll das gehen und warum sind sie in Aachen?! Unsere größte Sorge ist, daß das Essen kalt wird. 20 Min. später biegt tatsächlich der mächtige Italiener-Bus ein und es stellt sich heraus, daß Paolo von Hagen gesprochen hat. Italienisch wird da halt Aachen draus.
Es gibt erst eine Führung durch den Turm und zum Essen spielt uns dann der evang. Bläserchor Bönen-Ost schmissige Weisen und bringt die Stimmung zum Kochen. Dazu gibt es Ofenschinken mit Kartoffel und Salate. Unsere Gastgeber haben als Dolmetscher für die Italiener etwas aufgetrieben, was man als Mooshammer für Arme bezeichnen könnte. Er übersetzt nicht wirklich, sondern macht sein eigenes Programm. Den Italienern ist ihr Landsmann peinlich- uns nicht, wir finden ihn lustig.
Zurück ins Hotel nach Hamm, schlafengehn, morgen warten über 80 km auf uns.
 
1. Tag: “ Revitalisierung altindustrieller Strukturen und Energieversorgung“
8.30 Uhr  offizieller Start. Es wird aber etwas später. Wir fahren den Seseke- Radweg“ zum Horstmarer See und zum Preussen-Hafen am Datteln-Hamm-Kanal, wo eine Rast auf uns wartet. Die Seseke ist ein wunderschön renaturiertes Flüsschen mit neu angelegten Radwegen und Brückelchen. Weiter geht es zum Schiffshebewerk in Datteln, wo wir Mittag machen, einen Film sehen und uns einer Führung anschließen können.
Auf dem Rückweg überrascht uns ein kräftiger Schauer. Wir stellen uns unter- das gibt den Guides Gelegenheit, verirrte Schäflein wieder einzusammeln. Gemeinsames Kaffeetrinken am Preussen-Hafen, Ankunft am Turm. Räder bleiben da, wir müssen ins Hotel zum Duschen und zurück nach Bönen in den Turm.
Es gibt Schnitzel mit Kartoffeln und Salaten und unser Seffe“ hat einen Soloauftritt mit seiner Quetschkommode..!
Gute Nacht!
 
2. Tag: Tourismus, Ökologie, Nutzung alter Verkehrsstrassen am Beispiel Sauerlandring“
Der Wecker klingelt 5.50 Uhr! Das hatten wir selbst in Italien noch nicht!! Aber heute müssen wir erst in die Busse und rund 60 km nach Eslohe, um dort in die Tour einzusteigen. Teilweise auf einer alten Bahntrasse führend, entpuppt sich  deren Topographie als äußerst anspruchsvoll. Rampen von bis zu 20 % wechseln ab mit rasanten Abfahrten- auch eine Tunnel-Durchquerung von 750 m ist dabei. Bei einem Anstieg verheddern sich einige Räder, weil vorne plötzlich welche absteigen, ein Sturzopfer muß mit einer Platzwunde ins Hospital!
Dann sind wir in Finnentrop und erfahren vom dortigen Bürgermeister Interessantes über die Stadt. Und kriegen Schnaps und Grillwürste, was sofort für allgemeine Belebung sorgt. Wir kommen später auch durch Schmallenberg, ein entzückendes Städtchen mit ganz viel Fachwerk.
Nach 88 km sind wir wieder an den Bussen und ziemlich fertig. Auf der Autobahn mit 90 Sachen fliegt eine Taube unbeirrt vor uns her. Das Ruhrgebiet ist halt das Land der Rekordtauben!  Zurück zum Turm, Räder einstellen, Hotel, usw.
Im Turm gibt es abends Suppe und kaltes Buffet.
In der Nacht schlafen wir alle gut.
 
3.Tour: Wasserwirtschaft“,  Möhnetalsperre und zurück
Um es gleich zu sagen: das zurück“ ersparen sich heute die meisten, denn ist der Hinweg noch trocken, fängt es an der Talsperre wie verrückt an zu regnen.
Der Tag fängt gut an: Großes Gedränge am Frühstücksraum des Hotels. Der öffnet Samstags nämlich später- keiner hats gewusst! Lange Schlangen vor dem Kaffeeautomat. Bis alle in Bönen am Turm sind, ist viel Zeit vergangen. Nun muß alles schnell gehen. Bürgermeister Rainer Eßkuchen macht Dampf- er sitzt schließlich auf einem E-Bike! Wir keuchen hinterher. Es geht stetig bergauf und manchmal bläst uns der Wind ins Gesicht. Ab 12 Uhr ist Regen angesagt, da wollen wir angekommen sein und Mittag machen. Um 13 Uhr geht das Schiff, das uns rundfahren soll.
Kurz nach 12 Uhr sind wir an der Sperre. Es beginnt sofort zu regnen. Wir verkriechen uns in die Busse zum Essen und gehen danach an Bord. Möhnetalsperre im Regen- Neusiedlersee lässt grüßen!!
Nur wenige Unentwegte bewältigen den Rückweg per Rad, die meisten sitzen im Bus und fahren zum Hotel. Endlich mal ein paar Stunden Zeit!!
Abends im Turm gibt es westfälischen Potthast mit Kartoffeln und Salaten. Dann feiern wir unsere zahlreichen Geburtagskinder der letzten 3 Tage. Gerhard geht mit einem Fässchen Bier herum und Maria stellt mitgebrachten Schnaps auf die Tische. Die Italiener singen wie verrückt, die Franzosen bleiben ihnen nichts schuldig, die Böner intonieren ihr Steigerlied und wir haben ja schon ganz andere Säle leergesungen! Ein Sängerwettstreit der ganz besonderen Art.
Fast wäre der offizielle Teil mit Geschenken und Ansprachen untergegangen, aber unser Seffe“ verschafft sich tapfer Gehör. Ein Abschlussabend der Extraklasse!!! Danke, liebe Böner, daß ihr uns nicht mit Programmpunkten zugeschmissen habt! So hat echte innereuropäische Ausgelassenheit eine Chance.
Der Rhöner Bus nimmt uns dann mit zurück zum Hotel- mit ihm sind wir auch hergefahren.
Letzte Nacht in Hamm.
 
Rückreise
Ist schnell erzählt. Entspanntes Frühstück, Bus beladen, ab auf die Autobahn. Günther fährt den neuen Gemeindesprinter mittlerweile in souveräner Vettel-Manier! Mittagspause Raststätte. Ankommen nach 4 Std. in Roßdorf, Busse entladen und saubermachen.
Das wars. Schön wars! Gratulation an Bönen- es war deren 1. Ausrichtung und ein voller Erfolg.
Danke an das Rathaus für den Sprinter,danke an alle, die bei den Vorbereitungen geholfen haben.
Lieber Werner, gute Besserung- wir waren immer bei dir!
Dem geneigten Leser danke für die Aufmerksamkeit!
Bis zum nächsten Mal.
 
Bericht
Uli Eckhardt

Abschlussbericht Bönen

EuropaRad 2015 Auszüge

Beschreibung der Aktivitäten

 

Inhalt und Methodik setzten sich aus aufeinander abgestimmten Referaten, Diskussionen, Gesprächsrunden und Standorterkundungen zusammen, um allen TeilnehmerInnen ein umfangreiches und vielfältiges Programm zur Auseinandersetzung mit den Frage- und Themenfeldern zu geben und die erarbeiteten Ergebnisse nachhaltig umzusetzen. Dadurch garantierten sie einen europäischen Mehrwert, der mit Medienaktionen vor, während und nach der Begegnung einer breiten Öffentlichkeit generationenübergreifend und nachhaltig deutlich gemacht hat, dass es sich für ein Europa der Zukunft mit durchgängigen  demokratischen Entscheidungsprozessen zu leben und zu kämpfen lohnt.

Didaktisch wurde der Begriff Euroskepsis analysiert, um ihn mit positiven Attributen, die gleichzeitig Verben demokratischen Verhaltens sind, auszustatten. So definiert, führte die Euroskepsis zu fortschrittlichen Verben wie sensibilisieren, kennenlernen, erfahren, partizipieren, strukturieren, informieren und solidarisieren. In dieser Bestimmtheit und innovativen Auslegung waren auch die Standorterkundungen methodisch eingefügt, um allen Beteiligten aufzuzeigen, wie  lokal und regional handelnde Akteure in demokratischen Prozessen der Interaktion mit europäischen Partnern und Institutionen positive Entwicklungsprozesse in ihren Heimatländern haben einleiten können und bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern die Erkenntnis haben reifen lassen, dass so in Europa Mehrwert entstehen kann.

Nicht in abstrakter, sondern in konkreter Form wurde im Rahmen des Projektes von Referenten aller staatlichen Ebenen der Politik, nämlich vom MdEP bis hin zum Bürgermeister sowie herausragenden Akteuren ebenso demokratisch legitimierter Gesellschaften ( Lippeverband, Sparkasse und Stadtwerke), deutlich gemacht, dass Europa uns allen ganz nah und lebenswichtig ist. Die Zukunft Europas muss daher heißen: EUROPA = Europäische Union  Regional in Organisationsvielfalt und Politisch Akzeptiert.

Die Veranstaltung „Europa gemeinsam er’fahren‘“ wurde am Mittwoch, dem 2. September, durch den Bürgermeister der Gemeinde Bönen, Herrn Rainer Esskuchen, offiziell eröffnet. Anschließend erfolgte die Vorstellung des Programmes, der Referenten, der Projektziele und der einzelnen Themenbereiche in multimedialer Form (Schrift, Powerpoint-Präsentation, Gespräche). Danach folgte die Standorterkundung des Denkmals Zechenturm als Bestandteil der Route der Industriekultur.  Es gab eine Einführung in und Sensibilisierung für die Komplexität des Themas Geschichte, Vielfalt  und Zukunft der EU und es wurde über Möglichkeiten für soziales und interkulturelles Engagement auf EU-Ebene diskutiert. Aus den Reaktionen der  TeilnehmerInnen wurde deutlich, wie positiv sie den Zechenturm als Beispiel für einen gelungenen strukturellen Wandel (von der Kohleförderung zur Kulturstätte) und die Spiegelung der Geschichte des Ortes mit seiner neuen Zukunft (von der Gefahrengemeinschaft Bergbau zum ehrenamtlichen kulturellen Engagement)  wahrnahmen.

Am 3. September, fanden Standorterkundungen statt sowohl  des Sesekeradweges (Wandel vom Schmutzwasserlauf zum Bereich für Naherholung und Naturschutz, Referent Herr Bürgermeister  Wilhelm Stodollik / Stadt Lünen) als auch des Hamm-Datteln Kanals und des Schiffshebewerkes Henrichenburg (mit Führung und Diskussion) sowie der Kraftwerkschiene Datteln-Hamm (nachhaltige umweltschonende Beförderung von Primärenergieträgern auf Wasserwegen, Ausbau und Ertüchtigung wichtiger Industriebauten, umweltschonende Energiegewinnung sowie die Wichtigkeit hoher Abwasserstandards). 

Nach Referaten von Herrn Jochen Baudrexl, dem Vorsitzenden der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bergkamen-Bönen sowie Herrn Dr. Meier, dem Abteilungsleiter beim Lippeverband / Essen,  erörteten die TeilnehmerInnen , wie der europäische Umweltverbund sich erfolgreich in den industriellen Ballungsräumen NRWs für kluge Umstrukturierung bzw. nachhaltige Versöhnung von Ökonomie und Ökologie engagiert hat. Daraus entstand Interesse für „Strategie 2020“, zeigte sich Bereitschaft einen intelligenten nachhaltigen Weg aus der derzeitigen Krise zu suchen, an der Debatte um die Zukunft Europas teilzunehmen und damit eine demokratische Bürgerbeteiligung zu unterstützen.

Am 4. September, fand die Standorterkundung altindustrieller Anlagen in der Region des Sauerlandradrings statt. Im Fokus stand die Umwandlung ehemals industriell genutzter Verkehrstrassen (Schiene)  zu einem Kulturerlebnisraum mit europäischer Ausstrahlung (Gäste aus Benelux-Ländern). Ein thematischer Rundkurs verdeutlichte die Rolle der EU für die Aufwertung der Region durch das Zusammenwirken zwischen Fördermitteln der EU (EFRE) in Verbindung mit örtlichen Volksbanken, Sparkassen sowie regionaler Wirtschaftsförderung.

Die TeilnehmerInnen erfuhren beim Referat von Herrn Dietmar Hess, dem Bürgermeister der Stadt Finnentrop, am Beispiel der Region, dass auch im Erfordernis strukturellen Wandels Potenzial liegt, wenn Politik und Bürgerschaft zusammen Konzepte entwickeln und in Verbindung mit einer demokratisch legitimierten lokalen und regionalen Kreditwirtschaft unter Begleitung von EU-Fördermitteln umsetzen. Sie sahen und reflektierten, wie auch im kleinstädtischen Raum Bürgerengagement für die Gestaltung der Zukunft durch die EU verstärkt und gefördert wird. Aus der Bereitschaft, sich zunehmend zu engagieren, entstand ein Mehrwert für die Zukunft Europas.

Der Abend des dritten Veranstaltungstages fand seinen Abschluss in drei zielführenden Impulsreferaten von Landrat Michael Makiolla, Professor Dr. Dietmar Köster sowie des Vorstandsmitgliedes der Sparkasse Bergkamen-Bönen Herrn Martin Weber. Der Landrat zeigte am Beispiel des Kreises Unna anschaulich auf, dass europäisches Zusammenstehen sich nicht nur in monetärer Hilfe (z.B. Kulturförderung), sondern auch in wichtigen zwischenmenschlichen internationalen Begegnungen (europäische Lehreraustausche an Kreisberufsschulen) auswirkt.

MdEP Köster hielt einen beeindruckenden Vortrag zur europäischen Sozialpolitik mit besonderem Blick auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik. In der anschließenden Aussprache zeigten sich die TeilnehmerInnen besonders offen für den Gedanken  „Europa als Wertegemeinschaft“.

Herr Martin Weber unterstrich den Mehrwert einer europäischen Gemeinschaftswährung und die immense Wichtigkeit eines auf Interaktion basierenden Zentralbankensystems.

 

Am 5. September, fand die Standorterkundung per Rad im Raum Möhnesee statt. Im Fokus stand das Spannungsfeld zwischen Industrieraum und großflächigem Naturerholungsraum am Beispiel a) nachhaltiger Forstwirtschaft (Bereitstellung natürlicher Ressourcen) b) Erhalt von Naturräumen mit gleichzeitiger  wirtschaftlicher Funktion durch Mehrfachnutzung von Talsperren (Freizeit / Naturerlebnis, Energiegewinnung, Trinkwasserversorgung). Die Evaluation des Tagesprogramms fand wieder im Zechenturm statt.

Die TeilnehmerInnen erkannten, wie am Standort die Versöhnung einander scheinbar sich ausschließender Interessen mit Projektion auf die Zukunft Europas möglich gemacht wurde. Sie wurden sensibilisiert dafür, dass solche Konflikte Lösungen nicht grundsätzlich verhindern, sondern zur Grundlage intelligenter Lösungswege werden. Diese Sensibilisierung schafft Mehrwert, denn sie hat die Bereitschaft gefördert, sich trotz aller Vielfalt eine europäische Identität zu geben und sich für Europa verantwortlich zu fühlen. 

Am Sonntag, dem 6. September, gab es einen abschließenden Rückblick auf die in den letzten Tagen erarbeiteten Themenfelder im Rahmen der Standorterkundungen und eine Evaluation des Projekts „Europa gemeinsam er’fahren‘". Absprachen  über den Umfang der Publikationen in den jeweils lokalen und regionalen Medien und zeitliche Abstimmung des Austausches von erstellten Dokumentationen wurden getroffen. Ein Zeitplan für eine zukünftige und nachhaltige Zusammenarbeit wurde besprochen und das nächste Treffen im Mai / Juni 2016 im österreichischen  Vösendorf auf Vorschlag des abwesenden Partners verbindlich verabredet.

 

Eventuelle Änderungen im Vergleich zum ursprunglichen Antrag

  1. Vösendorf Österreich hat leider wegen Krankheit mehrerer TeilnehmerInnen nicht teilnehmen können, aber sofort den Vorschlag gemacht, das Treffen 2016 in Vösendorf stattfinden zu lassen.
  2. Vorgesehen war die Standorterkundung Möhnesee am Freitag, dem 4. September, und Sauerlandradring am Samstag, dem 5. September. Die zwei Termine wurden getauscht, weil der Bürgermeister der Stadt Finnentrop, Herr Dietmar Hess, als vorgesehener Referent nur am besagten Freitag Zeit hatte.
  3. Wegen Terminschwierigkeiten der lokalen Presse zum Veranstaltungswochenende fanden statt der vorgesehenen vier Pressekonferenzen deren drei statt.
  4. Es sind mehr ItalienerInnen als vorgesehen gekommen. Die Gruppe hat den Aufenthalt in Bönen mit einem Besuch des Europäischen Parlaments in Straßburg verbunden und konnte damit noch mehr Interesse erwecken.
  5. Die Referate des Europaabgeordneten und des Landrates fanden wegen anderweitiger terminlicher Festlegungen  nicht am Mittwoch, dem 2. September, sondern am Freitag, dem 4. September, statt.

Ziele und Prioritäten

Die Gemeinde Bönen fördert in vielfältiger Weise ihre Gemeindepartnerschaften und weitere europäische Verbindungen: seit 1969 mit Billy-Montigny/Frankreich und seit 2006 mit Trzebinia/Polen. Die Beziehung zu Billy-Montigny sowie weitere Verbindungen nach Reggello/Italien,  Roßdorf/Hessen und Roßdorf/Rhön wurden während der vier Tage von der Bevölkerung, den Vereinen, Institutionen und Initiativen aktiv mitgetragen und gelebt. Die Auseinandersetzung mit europäischen Themenfeldern war für die Gemeinde Bönen von großer Wichtigkeit, um der Bürgerschaft ein Verständnis für die gemeinsame Verantwortung in der EU zu vermitteln und - besonders angesichts der oft vorhandenen Skepsis Europa gegenüber – das Engagement für das aktive europäische Zusammenwachsen  zu fördern.  Durch die Begegnung und die gemeinsamen Radtouren wurde konkret er"fahr"bar, wie sich in den eigenen und fremden Strukturproblemen und Lösungen spiegelt, was die Menschen in ganz Europa bewegt.

Europa er“fahren“, unter dieser Zielvorgabe erkundeten BürgerInnen aus 5 europäischen Gemeinden und 3 Nationen regionale Standorte in 3 Regionen NRWs und sahen, wie durch politisches Engagement in Umbruchsituationen mit Hilfe der EU nachhaltige Lösungen bei der Bewältigung ökonomischer und ökologischer Probleme gefunden wurden und  "alte Industrieregionen" in attraktive neue Standorte für Arbeiten, Freizeit und Kultur umgewandelt wurden. Die positive Rolle der EU dabei führte zu einer positiven Wahrnehmung der Bedeutung demokratischen Bürgerbeteiligung auf EU-Ebene und zur Erkenntnis der Notwendigkeit sich auf gemeinsame europäische Werte zu besinnen.  Dies förderte die Bereitschaft zur Debatte über die Zukunft Europas mit Blick auf die Strategie 2020. Daher gehörte zum Projekt das Treffen mit dem Europaabgeordneten Herrn Prof. Dr. Dietmar Köster sowie dem Landrat des Kreises Unna Herrn Michael Makiolla als gemeinsame Schirmherren, des weiteren auch mit Bürgermeistern und weiteren Referenten zu den Themen Vorteile einer Gemeinschaftswährung, Energieversorgung und Zukunft der Wasserwirtschaft.

Das spezifische Ziel, die Stärkung der demokratischen Bürgerbeteiligung auf EU-Ebene, wurde also erreicht. Den Bürgerinnen und Bürgern wurde der politische Entscheidungsprozess in der EU nähergebracht. Dadurch wurde die Bereitschaft zu sozialem und interkulturellem Engagement und zur Freiwilligentätigkeit auf EU-Ebene gefördert.

Das Bönener Projekt EuropaRad 2015 verfolgte seine Zielsetzungen im Wesentlichen auf zwei Ebenen. Auf der kognitiven Ebene erweiterten Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden das Wissen über zentrale europäische Anliegen wie Sicherung natürlicher Lebensgrundlagen in einer intakten Umwelt an den Beispielen von Wasser/Abwasser und Energie einerseits und der Bedeutung geordneter Finanzen und damit einhergehender Eurostabilität andererseits. Standorterkundungen veranschaulichten, welche positiven Veränderungen durch europäische Programme im eigenen Lebensraum möglich sind, wenn BürgerInnen nicht nur lokal und national, sondern auch europäisch denken. Dies förderte die Erkenntnis, dass sich demokratische Bürgerbeteiligung auf EU-Ebene auch lokal auswirkt, weil das Votum der Bürgerinnen und Bürger bei EU-Wahlen die Ausrichtung politischer Entscheidungsprozesse in der EU mitbestimmt. Durch Vorträge und Standorterkundungen lernten die TeilnehmerInnen, dass es eine gemeinsame europäische Industrie- und Kulturgeschichte gibt, erkannten diese als etwas, was über Sprach- und Kulturunterschiede hinaus verbindet. Daraus entstand ein starkes europäisches Identitätsgefühl. Die Standorterkundungen per Rad sollten auf emotionaler Ebene etwas Wichtiges für die Zukunft Europas vermitteln. Auf dem Weg zum jeweiligen Ziel  erlebte der Einzelne, was es bedeutet, dieses Ziel als Teil einer Gruppe anzugehen. Das Gemeinschaftserlebnis wurde so ein wichtiger Motivator für weitere Anstrengungen,  wie die einstimmige Entscheidung für den Folgetermin im Mai / Juni gezeigt hat. Die Standorterkundungen sensibilisierten ferner die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür, dass der Erfolg jeder Tagestour erst durch das Zusammenwirken aller Beteiligten möglich wurde (sowohl mit Blick auf gewonnene Einblicke als auch im Hinblick auf die Begeisterung über das Erlebnis europäischer Gemeinschaft).  EuropaRad 2015 leistete tatsächlich einen Beitrag zum Verständnis der BürgerInnen für die EU, ihrer Geschichte und Vielfalt, förderte die europäische Identität, motivierte zur demokratischen Bürgerbeteiligung auf EU-Ebene und regte zur Debatte über die Zukunft Europas an, über Strategien für nachhaltiges Wachstum, Stärkung des Euros, nachhaltige Energiepolitik,  Versöhnung von Ökonomie und Ökologie, Inklusion der Benachteiligten. 

 

Auswirkungen des Projekts

Aus der abgestuften Programmgestaltung von Standorterkundungen per Rad, die EU-geförderte Wege zur Problemlösung in Umbruchsituationen veranschaulichten, welche durch Vorträge, Referate und in Workshops erläutert und erörtert wurden, ergab sich eine besonders intensive Beschäftigung mit der Frage, wie aus Krisensituationen heraus Zukunft intelligent und nachhaltig gestaltet werden kann. Angesichts des Vorbildcharakters der Lösungen an den besuchten Standorten rückte die Bedeutung von bürgerlichem Engagement und demokratischer Bürgerbeteiligung in den Vordergrund. Die begleitende Dokumentation und deren Publikation durch die Medien erreichte mehrere Ziele.

Eindrücke und Meinungen seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden multilingual dargestellt, um in den Projektgemeinden  möglichst viele Bürgerinnen und Bürger indirekt teilnehmen zu lassen und ihnen ein besseres Verständnis für die Bedeutung Europas zu ermöglichen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer er“fuhren“ aktiv die Bedeutung der EU für lokale Politik. Sie diskutierten diese Erfahrungen in Bürgerforen mit anderen Bürgerinnen und Bürgern der Projektgemeinde, sie dokumentierten in nachbereitenden Workshops ihre Erfahrungen und Erkenntnisse für Bürgerinnen und Bürger der Partnergemeinden, wirkten so als Multiplikatoren eines positiven Bildes europäischer Gemeinschaft.

Die Dokumentation verstärkt und verbreitet das positive Erlebnis der Rolle der EU, das die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Radtour gewannen. Sie bewirkt Verständnis für die Wichtigkeit des Nachhaltigkeitsprinzips in einem intelligenten europäischen Zukunftskonzept im Bereich der Wirtschafts-, Energie- und Wasserwirtschaftspolitik. Daraus entsteht insgesamt ein positives Bild von Europa. Die langjährige  Zusammenarbeit der 6 Partnergemeinden bleibt daher auf Zukunft angelegt, wie die Verabredung, im Mai / Juni 2016 im österreichischen Vösendorf ein Folgeprojekt durchzuführen, bestätigt. 

Entsprechend hoben die Zeitungsberichte die durch ein starkes Gefühl der Verbundenheit geprägte Atmosphäre und die Begeisterung unter den TeilnehmerInnen hervor. Ein starkes Bild europäischer  Identität entstand besonders durch die Darstellung der anrührend emotionalen Reaktion aller auf die Klänge der europäischen Hymne. Damit ließen die Berichte keinen Raum für Europaskepsis.

 

Öffentlichkeitswirkung und Folgemaßnahmen

Als Sensibilisierungsmaßnahme war die Einbindung der Bürgerschaft auf breiter Ebene ein wichtiges Ziel. Die Begegnung wurde offen für die Bevölkerung der Partnerschaftsgemeinden ausgeschrieben. Veröffentlichungen in den Medien wiesen auf die Teilnahmemöglichkeiten und das Programm hin. Eingebunden waren neben den Bekanntmachungsorganen der betroffenen Gemeinden auch die regionalen und überregionalen Medien sowie die Publikation über Internet. Die Publikation erfolgte über die heimischen Tageszeitungen des Westfälischen Anzeigers mit einer Auflagenhöhe von 6000 Exemplaren sowie des Hellweger Anzeigers (20,000 Exemplare) ; ferner über die heimischen Radiosender Antenne Unna und Lippewelle Hamm, die im Sendegebiet rund 200,000 Hörerinnen und Hörer erreichen. Desweiteren erfolgte Nachricht an die Tageszeitungen der Gemeinden Roßdorf/Hessen, Roßdorf/Rhön, Reggello und Billy-Montigny.  Diese Medienarbeit erfolgte vor der Begegnung als Ankündigung und Werbung, während der Begegnung durch Einladung der Medien zu den Veranstaltungen und nach der Begegnung, um über die Ergebnisse, den Erfolg und die Folgemaßnahmen zu berichten.

Die Ergebnisse wurden von EuropaRad Bönen evaluiert und der Erfolg der Begegnung beurteilt und für die weitere Zusammenarbeit und die Folgemaßnahmen ausgewertet.

Die Folgemaßnahmen sind die folgenden: eine  Fotodokumentation, erstellt von einem Fototeam, das die gesamte Begegnung begleitete,  wird mit dem Projektbericht in einer Auflagenhöhe von 200 Exemplaren allen Projektpartnern, Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht. Außerdem wird beides über die Homepage der Gemeinde Bönen www.boenen.de der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Darüber hinaus wurden alle teilnehmenden Partner gebeten, Fotos und Texte auf ihren Homepages zu veröffentlichen, um auf die Begegnung aufmerksam zu machen und anschließend darüber zu berichten. Die Seite www.europarad.net wird erweitert und ständig aktualisiert.

Zum Jahreswechsel 2015/2016 widmet das kommunale Periodikum „Bönen im Blick“ mit einer haushaltsdeckenden Auflage von 8000 Exemplaren dem Projekt zwei Sonderseiten.

Zu den Folgemaßnahmen gehört auch, dass das Folgeprojekt in Vösendorf inhaltlich wieder eine europapolitische Schwerpunktsetzung haben soll. Der derzeitige Vorschlag: Die Zukunft Europas. Das muss noch zusammen mit den österreichischen Partnern erörtert werden.

 

Ergänzende Informationen und bedeutende gewonnene Erkenntnisse („key lessons learned“)

Die positive Erkenntnis: die europapolitische Schwerpunktsetzung  war ausgesprochen gut zu verbinden mit dem Konzept, die TeilnehmerInnen  am Beispiel unserer Region im Wortsinn aktiv erfahren zu lassen, wie regionale Umbrüche und daraus entstandene Konflikte oder Krisen durch politisches Engagement vieler und  mit Hilfe der EU bewältigt werden können.

Organisatorisch bedeutete das Projekt aber einige Herausforderung, logistischer wie finanzieller Art, von praktikablen Terminabsprachen über Details der Unterbringung, der Versorgung der TeilnehmerInnen  (z. B. Verpflegung,  Bereitstellung von Pannenhelfern  während der Erkundungstouren etc.) bis hin zur Motivierung möglichst vieler Menschen aus der Gemeinde, an den Touren oder aber an den abendlichen Veranstaltungen teilzunehmen.

Wir brauchten - und fanden - z. B. ein großes zuverlässiges Team und spontane freiwillige Helfer wie den Supermarkt, der nicht nur bestellte Ware pünktlich lieferte, sondern auch schon so weit vorbereitete, das die Vorbereitung der Verpflegung für unterwegs schnell vonstattengehen konnte. Wir brauchten – und fanden – Referenten, die bereit waren, Sachverhalte und Vorgänge zu erläutern und sich den Fragen der TeilnehmerInnen zu stellen.

Schwieriger war es, immer die gewünschte Breitenwirkung zu erreichen. Es galt, die BürgerInnen nicht nur frühzeitig  allgemein über das geplante Projekt zu informieren, sondern die konkreten Details möglichst zeitnah bekannt zu machen, um die Motivation zum Mitmachen zu erhöhen. Wegen der Sommerzeit (auch Urlaubs-und Ferienzeit) war das zum Teil nur begrenzt möglich. In der Nachbesprechung  wurde festgehalten, dass beim nächsten Projekt noch mehr auf die sozialen Netzwerke als Informationskanal gesetzt werden  sollte.

Um flexibler auf Änderungen (Termine/Wetterlage) reagieren zu können, muss man Plan B in der Schublade haben. Darüber hinaus ist dringend zu raten, bei der Erstellung des Finanzierungsplans ein finanzielles Polster einzuplanen, auch bei der Kalkulation von Übernachtungskosten. Zahl und Zusammensetzung der TeilnehmerInnen veränderte sich bis zuletzt. Das kann unter Umständen zu höheren finanziellen Belastungen der TeilnehmerInnen führen, wenn der Rücktrittsfall so unerwartet und plötzlich eintritt, dass eine kostenlose Stornierung der Buchung nicht mehr möglich ist. Es gibt Rücktrittsgründe, in denen man die Stornierungskosten nicht von den zurückgetretenen TeilnehmerInnen fordern möchte.

Das Fazit aber: Es war nach Meinung aller alles in allem eine äußerste gelungene Veranstaltung, durch die das Bild der EU sich konkretisiert hat, wodurch eine stärkere Motivation entstanden ist, diesem Europa eine gute Zukunft zu wünschen und sich dafür zu engagieren.

 

Qualität des Projekts

Es ist nicht einfach, zu beurteilen, ob das Projekt innovativ ist. Für vorbildlich halten wir es schon. Zum einen hat es eine nachahmenswerte Kombination aus Elementen enthalten, die einerseits sportliche Herausforderung (Durchhaltervermögen) gewesen sind, andererseits zugleich  aber auch so viel Spaß gemacht haben, dass die TeilnehmerInnen neugierig waren auf das, was sie im Wortsinn  erfahren konnten,  offen für Fragen nach dem Hintergrund dessen, was sie sahen, und empfänglich  für die Informationen über die Rolle Europas dabei.

 Gleichzeitig konnten sie erleben, wie viel leichter es sein kann, ein Ziel zu erreichen, wenn man sich auf – vielleicht in manchen Dingen stärkere -Partner verlassen kann. Diejenigen, die sich stellenweise von Mitfahrenden auf dem Rad mitziehen ließen, um nicht auf der Strecke zu bleiben, haben sicher eine andere Haltung zum Solidaritätsgedanken in Europa gewinnen können und haben erlebt, wenn nicht sogar reflektiert, dass die Mitglieder eines Teams zusammen stärker sein können als das einzelne Glied allein.

Vielleicht erklärt diese gelungene Kombination auch, warum vom Institut für Europäische Partnerschaften und Internationale Zusammenarbeit e.V. (IPZ) an uns die Bitte herangetragen worden ist, zu erlauben, dass der anonymisierte Antrag für dieses Projekt in Schulungen als Beispiel verteilt werden kann.

 

Danach kam wieder „Durchgefühtes Arbeitsprogramm „ mit „Inhalt“ und „Erzielte Ergebnisse“ – eigentlich Teil 1 (Beschreibung der Aktivitäten) mit anderen Worten!!

Bericht zum Europatag, Darmstädter Echo (Groß Gerau) v. 9.5.2015

http://www.echo-online.de/region/gross-gerau/gross-gerau/Europa-Radler-auf-Tour;art1253,6217607

Tour am Europatag nach Wiesbaden am 9.5.2015 über Griesheim,     Groß- Gerau, Bischofsheim  

Liebe EuropaRad-Freunde,
Unsere EuropaRad-Tour am Europatag, dem 09.05.2015 in die Landeshauptstadt Wiesbaden war ein voller Erfolg. Die vielfältige Resonanz war sehr positiv. 
Allen, die aktiv hier mitwirkten an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön: Herrn Staatssekretär Weinmeister und seiner Mitarbeiterin Frau Schröder-Schönberg, den Landräten der Kreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern von Groß-Umstadt, Roßdorf, Griesheim, Groß-Gerau und Bischofsheim, den Tourenleitern vom Radsportclub Wiesbaden und von EuropaRad, den Medien, dem Transport- und Verpflegungsteam und insbesondere allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Wichtig war uns die aktive Auseinandersetzung mit den Themen der Europwoche und des Europäischen Jahres der Entwicklung unter dem Motto "Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft" Auch die Grußbotschafen, die uns von den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern vorgetragen und übergeben wurden, haben diese Themen behandelt: Kriege, Gewalt und Extremismus in Europa, im Nahen Osten, Afrika und weit darüber hinaus, Flüchtlingsströme, Asyl und Zusammenleben fordern uns alle zum Mitdenken und Mithandeln auf. Europa ist keine Insel, wir sind mittendrin und aufgerufen, unsere Welt, unsere Würde und unsere Zukunft aktiv und positiv gemeinsam mitzugestalten. Auch die Jahrestour im September mit vielen europäischen Freunden wird die Themen des Europäischen Jahres der Entwicklung behandeln. Schon um 06:45 Uhr startete der erste Fahrer in Roßdorf über Gundernhausen nach Groß-Umstadt zur Übergabe der ersten Grußbotschaft von Bürgermeister Ruppert mit Stadtrat Kerkau und Start am historischen Rathaus mit einigen EuropaRad-Fahrerinnen und Fahren. Unter Leitung von Tilman Brauneck führte die Strecke über Semd, Storchennest, Klein- und Groß-Zimmern, Gundernhausen, nach Roßdorf. Dort warteten bereits Bürgermeisterin Christel Sprößler mit Tochter Charlotte, Vera Bussjäger und viele Fahrerinnen und Fahrer auf die Gruppe. Sehr erfreut waren die EuropaRadler über die Mitteilung der Bürgermeisterin, dass die Gemeinde am 26.09.2015 die Ehrenfahne des Europarates (mit t) im Rahmen des Partnerschaftsjubiläums für ihre großes europäisches Engagement überreicht bekommt . Nach der Übergabe der Grußbotschaft fuhr die erweiterte Radgruppe unter Leitung von Josef Trägner über den Taisaer Weg, das Forsthaus Eiserne Hand, den Eberstädter Weinberg nach Griesheim, wo weitere EuropaRad-Freunde zu uns stießen. Frau Bürgermeisterin Winter wies am Griesheimer Weltkugelbrunnen auf die Themen des europäischen Jahres und des 850-jährigen Stadtjubiläums hin, berichtete über die bisherige Europa-Rundfahrt von EuropaRad-Freund Rainer Schweickert aus diesem Anlass und übergab ihre Grußbotschaft für Wiesbaden. Unter Leitung von Wolfgang Wardenbach und mit weiteren Grieheimer Radlern ging es durch Spargel- und Erdbeerfelder Richtung Groß-Gerau, wo uns am Rathaus Dezernent Bernd Landau und weitere Medienvertreter empfingen. Nach einer kurzen Pause mit Müsliriegel und Mineralwassers ging es über schöne Radwege und Seitenstraßen nach Bischofsheim. Dorte wartete Bürgermeisterin Ulrike Steinbach mit ihrer Grußbotschaft und der des Landrates Groß-Gerau, die Radfreunde vom RSC Wiesbaden und unser Verpflegungsteam mit Weck und Worscht auf uns. Gut gestärkt ging es von dort unter Leitung von Detlef Hirsch und Dirk Bomariums vom Radsportclub Wiesbaden auf die letzte Etappe nach Wiesbaden. Gerne hätten wir noch einen Einkehrschwung beim Tag der offenen Tür einer Sektkellerei am Wegesrand gemacht, doch wir wollten pünktlich am Landtag ankommen und schafften es auch. Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister begrüßte uns und dankte für das große Engagement, das wir nunmehr seit 26 Jahren leben. Über 10.000 Radkilometer mit über 1200 Radfreunden aus verschiedenen europäischen Ländern wurden nur bei den Jahrestouren gemeinsam erfahren. Hinzukommen unzählige Tagestouren, wie diese zum Europatag 2015. Umrahmt wurde diese Feierstunde mit Musik von Musica-Varia-Freund Viktor Prybilov auf seinem Bajan, der "rein zufällig" vor dem Landtag spielte. Nach der Verabschiedung fuhren wir zum Wiesbadener Hauptbahnhof. Der vorgesehene Zug fiel aufgrund des Streiks aus und wir mussten über Frankfurt mit der S-Bahn fahren. EuropaRad-Lieder wie "Einmal am Main" und "Wenn das Wasser im Main goldner Wein wär" sowie der restliche Sekt, der von uns am Landtag gereicht wurde, verkürzten die Zeit und wir wunderten uns, warum einige Fahrgäste den Zug verliesen und Platz für uns machten. Andere waren tief beeindruckt  und so ging ein wichtiger und wertvoller Europtag-EuropaRad-Tag langsam in der Roßdorfer Sonne zu Ende. Freuen wir uns auf weitere Tagestouren und die Jahrestour 2015 - Unsere Welt, unsere Würde unsere Zukunft.
 
Mit besten EuropaRad-Grüßen
Bernd Schäfer

 

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